Tatort - Frankfurt - Fackel – Szenenbild

Tatort - Frankfurt - Fackel

In Frankfurt wird ein tödlicher Hochhausbrand neu aufgerollt

Deutschland

Wertung
7
/ 10

Worum geht's

Ein alter Hochhausbrand mit 13 Toten rückt in Frankfurt wieder in den Fokus, als Hamza Kulina und Maryam Azadi einen Cold Case neu aufrollen. Was lange als abgeschlossen galt, bekommt plötzlich Risse: Akten, Aussagen und Erinnerungen passen nicht sauber zusammen. Je tiefer die beiden Ermittler in den damaligen Fall eintauchen, desto deutlicher wird, dass es nicht nur um die Brandnacht selbst geht, sondern auch um Entscheidungen, die danach getroffen wurden — und darum, wer davon profitiert hat, dass manches nie sauber geklärt wurde.

Der Fall bewegt sich zwischen persönlichem Verlust und institutioneller Verantwortung. Für die Hinterbliebenen ist der Brand kein abgeschlossenes Kapitel, sondern eine offene Wunde, die mit jeder neuen Spur wieder aufbricht. Kulina und Azadi stoßen auf ein Geflecht aus Schweigen, möglichen Vertuschungen und der Frage, wie viel Wahrheit ein System überhaupt zulässt, wenn Fehler Konsequenzen hätten. So wird aus der Ermittlung nicht nur die Suche nach einem Täter, sondern auch nach den Mechanismen, die Schuld unsichtbar machen.

Lohnt sich's?

Tatort: Frankfurt - Fackel packt Dich weniger mit Krawall als mit dem unangenehmen Gefühl, dass unter alten Akten noch etwas glüht. Hamza Kulina und Maryam Azadi tragen die Folge mit ruhiger, glaubwürdiger Energie, und gerade dadurch bekommt der Fall Gewicht. Stark ist, wie die Geschichte Verantwortung und Folgen für die Betroffenen mitdenkt. Nicht jede Zuspitzung sitzt perfekt, und das Finale will etwas mehr Wucht als nötig, aber insgesamt bleibt ein kluger, spannender Krimi mit Nachhall.

Perfekt für …

Zuschauer, die Krimis mit gesellschaftlichem Unterton und ernsthafter Ermittlungsarbeit mögen.

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