Polizeiruf 110 - München - Ablass – Szenenbild

Polizeiruf 110 - München - Ablass

In München geraten ein Mordfall und Fahrerflucht fatal zusammen

2026 · Deutschland

Wertung
7,5
/ 10

Worum geht's

In einer Isarwehranlage in München wird die Leiche einer ermordeten Frau gefunden. Der Fall scheint auf den ersten Blick gelöst: Ein bereits verurteilter Täter gesteht. Doch seine Aussagen passen weder zum Fundort noch zu den Umständen der Tat. Während Cris Blohm und Dennis Eden die Widersprüche auseinandernehmen, rollt parallel ein tödlicher Unfall mit Fahrerflucht ins Bild. Zwei Ermittlungen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, beginnen sich Schritt für Schritt ineinander zu schieben.

Je tiefer Blohm und Eden graben, desto mehr geht es nicht nur um Beweise, sondern um Schuld, Sühne und die Frage, wer sich Gerechtigkeit leisten kann. In der Münchner Großstadt trifft offizielles Recht auf Deals, Loyalitäten und moralische Grauzonen, in denen ein Geständnis nicht automatisch die Wahrheit bedeutet. Der Fall lebt von dieser Reibung: zwischen persönlicher Verantwortung und käuflichem Ablass, zwischen klaren Urteilen und einer Wirklichkeit, die sich nicht sauber sortieren lässt.

Lohnt sich's?

Polizeiruf 110: München - Ablass zieht Dich in ein München, das weniger nach Postkarte als nach schlechtem Gewissen aussieht. Der Fall baut klug Druck auf, weil Gewissheiten dauernd wegrutschen und ein Geständnis eben noch lange keine saubere Lösung ist. Besonders stark ist, wie die Folge Fragen nach Schuld, Sühne und Macht nicht ausstellt, sondern in kleinen, unangenehmen Momenten spürbar macht. Nur manchmal verzettelt sich das Geschehen etwas, weil zu viel gleichzeitig angerissen wird.

Perfekt für …

Wenn Du Krimis magst, die nicht nur Täter suchen, sondern an Schuld, Gerechtigkeit und sozialen Schieflagen herumbohren, auch wenn nicht jede Spur ganz fertig aufgeht.

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