
Polizeiruf 110 - München - Ablass
2026 · Deutschland
Eine Kommissarin ermittelt, wo Schuld, Macht und Gerechtigkeit kollidieren
Worum geht's
In München geraten Cris Blohm und Dennis Eden an zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Während beide in unterschiedliche Richtungen ermitteln, verdichten sich die Spuren zu einem Geflecht aus Schuld, Vertuschung und Interessen, die sich nicht sauber in Täter und Opfer aufteilen lassen. Je weiter das Team gräbt, desto deutlicher wird, dass hinter den Verbrechen nicht nur individuelle Motive stehen, sondern auch Menschen, die wissen, wie man Recht beugt, ohne es offen zu brechen.
Der Fall kreist um die Frage, was Sühne in einer Welt bedeutet, in der Einfluss und Geld über Verantwortung mitentscheiden. Zwischen polizeilicher Routine, juristischen Winkelzügen und persönlichen Gewissheiten bewegt sich die Geschichte in moralischen Grauzonen, in denen jede Entscheidung einen Preis hat. So wird aus der Ermittlung mehr als die Suche nach einem Schuldigen: ein Blick auf Machtverhältnisse in der Großstadt und auf die Versuchung, sich von Schuld freizukaufen.
Kritiken
Die Kritik hebt Wahrhaftigkeit und Wucht hervor. Die Münchner Folgen verdichten große Themen zu präzisen kleinen Geschichten und gelingen laut Text von Mal zu Mal besser.
Alle ausnehmen
Der Film überzeugt mit düsterer Atmosphäre, starken Darstellern und interessanten moralischen Fragen, bleibt wegen vieler Erzählstränge aber etwas zu skizzenhaft und nicht ganz ausgeleuchtet.





