
Tatort - Wien - Der Elektriker
2025 · Deutschland
Ein Todesfall im Seniorenheim holt Eisner die eigene Zeit ein
Worum geht's
In einem Wiener Seniorenheim wird der 73-jährige Bewohner Danijel Filipović tot in seiner Badewanne gefunden. Moritz Eisner und Bibi Fellner übernehmen den Fall und stoßen in einer abgeschlossenen, von Pflege, Routinen und Abhängigkeiten geprägten Welt auf Fragen, die sich nicht nur um den Tod des Mannes drehen. Für Eisner wird die Ermittlung schnell persönlich: Ausgerechnet hier begegnet er seiner pflegebedürftigen Jugendliebe wieder, und der Fall rückt ihm näher, als ihm lieb ist.
Während Fellner und Eisner zwischen Heimleitung, Personal und Bewohnern nach Motiven und Widersprüchen suchen, kippt der Fall von einer scheinbar klaren Situation in ein vielschichtiges Geflecht aus Vergangenheit, Verletzlichkeit und verdrängten Lebensbilanzen. Das Seniorenheim ist dabei nicht bloß Tatort, sondern ein Ort, an dem Selbstbestimmung und Abhängigkeit permanent aufeinandertreffen. So wird die Ermittlung auch zu einem stillen Blick auf Alter, Erinnerung und die Frage, was von einem Leben bleibt, wenn der Körper nicht mehr mitspielt.
Kritiken
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Atmosphärischer Krimi mit starker, einfühlsamer Darstellung von Harald Krassnitzer und einem sensibel gezeichneten Seniorenheim-Mikrokosmos. Trotz spürbarer Längen und etwas ziellos wirkender Ermittlungen insgesamt ein gelungener, sehenswert nachdenklicher Fall.





