Tatort - Wien - Der Elektriker – Szenenbild

Tatort - Wien - Der Elektriker

In einem Wiener Seniorenheim führt ein Todesfall in die Vergangenheit

2025 · Deutschland

Wertung
7
/ 10

Worum geht's

In einem Wiener Seniorenheim wird der 73-jährige Danijel Filipović tot in der Badewanne gefunden. Moritz Eisner und Bibi Fellner übernehmen den Fall und stoßen in einer scheinbar ruhigen, streng getakteten Pflegewelt auf Fragen, die sich nicht mit einem bloßen Unglück erklären lassen. Für Eisner bekommt die Ermittlung schnell eine persönliche Schieflage: Ausgerechnet hier trifft er seine Jugendliebe wieder, die inzwischen pflegebedürftig ist und ihn mit einer Zukunft konfrontiert, die er lieber auf Abstand hält.

Der Fall bewegt sich damit nicht nur durch Krankenzimmer, Routinen und Abhängigkeiten, sondern auch durch Eisners eigenes Verhältnis zu Alter, Körper und Kontrollverlust. Während Fellner nüchterner auf das Umfeld blickt, gerät für ihn Berufliches und Privates immer näher zusammen. So wird aus der Suche nach den Umständen von Filipovićs Tod auch ein Blick in eine Welt, in der Würde, Erinnerung und Macht täglich neu verhandelt werden.

Lohnt sich's?

Tatort: Wien - Der Elektriker ist weniger Rätselmaschine als stiller Blick in einen Ort, an dem jeder Handgriff über Würde entscheidet. Gerade das macht den Fall interessant, auch wenn die Ermittlungen zwischendurch etwas treiben, statt klar voranzugehen. Stark ist vor allem, wie Moritz Eisner nicht nur einem Todesfall nachgeht, sondern plötzlich der eigenen Endlichkeit ins Gesicht schaut. Das gibt dem Krimi Wärme, Schwere und eine Melancholie, die lange hängen bleibt.

Perfekt für …

Passt zu Dir, wenn Du Krimis magst, die nicht dauernd aufs Tempo drücken, sondern Figuren ernst nehmen und aus einem Fall auch ein nachdenkliches Drama machen.

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