
Tatort - München - Das Verlangen
2025 · Deutschland
Nach dem Tod einer Schauspielerin ermitteln Batic und Leitmayr
Worum geht's
Während einer Tschechow-Aufführung im Münchner Residenztheater stirbt eine junge Schauspielerin vor Publikum. Für Ivo Batic und Franz Leitmayr beginnt damit ein Fall, der nicht nur auf die Bühne, sondern tief hinter den Vorhang führt. Im exzentrischen Theaterensemble treffen sie auf verletzte Eitelkeiten, Abhängigkeiten und alte Kränkungen. Jeder scheint eine Rolle zu spielen, auch abseits der Scheinwerfer, und mit jedem Gespräch wird klarer, dass der Tod der Schauspielerin in ein dichtes Netz aus Begehren und Machtkämpfen führt.
Der Fall bewegt sich durch Probenräume, Garderoben und ein Milieu, in dem Aufmerksamkeit, Anerkennung und Nähe ständig neu verhandelt werden. Zwischen Erfolgsdruck, Eifersucht und toxischen Beziehungen müssen Batic und Leitmayr herausfinden, wo Inszenierung endet und wo echte Gefühle in Gewalt umschlagen. So wird die Ermittlungsarbeit auch zum Blick auf ein System, in dem Intimität schnell zur Waffe wird und das Verlangen nach Liebe, Kontrolle oder Ruhm alle Beteiligten in gefährliche Abhängigkeiten treibt.
Kritiken
Wie ein Bautrupp mit Wirklichkeitswarnweste
Der Film überzeugt als klassischer Whodunit mit leichter, spielerischer Inszenierung und liebevoll gezeichneten Theaterfiguren. Regie und Drehbuch liefern eine intelligente Hommage ans Theater ohne Verklärung, die den langjährigen Ermittlern stimmig Raum für Witz und Abschiedsmelancholie gibt.





