Tatort - Wiesbaden - Murot und der Elefant im Raum – Szenenbild

Tatort - Wiesbaden - Murot und der Elefant im Raum

Ein Kommissar sucht im Unterbewusstsein einer Mutter nach ihrem Sohn

2025 · Deutschland

Wertung
7
/ 10

Worum geht's

In Wiesbaden steht Felix Murot vor einem Fall, bei dem der entscheidende Zeuge nicht sprechen kann: Eva Hütter liegt im Koma, ihr fünfjähriger Sohn ist verschwunden. Um an Hinweise zu kommen, nutzt Murot einen Neurofeedbackapparat und dringt in Evas Unterbewusstsein ein. Dort bewegt er sich durch eine traumartige Gedankenwelt, in der Erinnerungen, Ängste und verschobene Bilder ineinanderlaufen — immer auf der Suche nach einer Spur, die zum Jungen führt.

Der Fall verlagert sich damit von der klassischen Ermittlung in einen Raum, in dem nichts eindeutig ist und jedes Detail eine Bedeutung haben könnte. Murot muss nicht nur herausfinden, was in Evas Kopf real, verdrängt oder symbolisch aufgeladen ist, sondern auch, wie sich ein Vermisstenfall entschlüsseln lässt, wenn die Wahrheit nur in Bruchstücken auftaucht. So entsteht ein Krimi, der äußere Suche und innere Reise eng miteinander verbindet.

Lohnt sich's?

Dieser Wiesbaden-Fall schiebt den Krimi mutig aus dem Verhörraum direkt in eine flackernde Innenwelt, und genau dort wird es am interessantesten. Du bekommst keinen schnörkellosen Whodunit, sondern ein verspieltes, oft ziemlich schräges Rätsel, das mehr über Bilder und Stimmungen arbeitet als über Tempo. Manche Passagen ziehen sich etwas, doch die ungewöhnliche Idee trägt erstaunlich weit. Wenn Du Murot magst, findest Du hier reichlich Stoff zum Grübeln und Staunen.

Perfekt für …

Passt zu Dir, wenn Du Krimis mit seltsamer Note magst, Geduld für ruhigere Strecken mitbringst und lieber knobelst als nur einer linearen Spur zu folgen.

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