Tatort - Schwarzwald - Das jüngste Geisslein – Szenenbild

Tatort - Schwarzwald - Das jüngste Geisslein

Ein Mädchen, verschwundene Eltern und ein Märchenfall im Schwarzwald

2026 · Deutschland

Wertung
5
/ 10

Worum geht's

Im Schwarzwald hört der suspendierte Friedemann Berg an einem abgelegenen Haus Kinderweinen. Drinnen findet er die neunjährige Eliza, die sich verängstigt im Kasten einer Standuhr versteckt, dazu Blutspuren und keine Spur von ihren Eltern. Kurz darauf wird der Vater tot in einem Waldsee gefunden, mit Steinen beschwert. Während Franziska Tobler den Fall übernimmt, kreisen die ersten Hinweise um häusliche Gewalt, ein verschwundenes Familienleben und ein Kind, das vom „Wolf“ spricht, ohne sagen zu können, was wirklich geschehen ist.

Je tiefer Tobler und Berg in das Umfeld der Familie eindringen, desto mehr kippt der Fall vom scheinbar klaren Verbrechen in ein düsteres Märchen aus Angstbildern, Schutzbehauptungen und verdrängten Erinnerungen. Der Schwarzwald ist hier nicht nur Kulisse, sondern ein Ort, an dem Einsamkeit und Bedrohung eng beieinanderliegen. Im Zentrum steht die Frage, was Eliza erlebt hat und wem du glauben kannst, wenn ein traumatisiertes Kind die einzige Zeugin ist.

Lohnt sich's?

Tatort: Schwarzwald - Das jüngste Geisslein lebt stark von seiner finsteren Waldstimmung und Bildern, die lange nachhängen. Das Märchenhafte gibt dem Fall einen reizvollen Dreh, ohne ihn gleich in Kitsch kippen zu lassen. Trotzdem zieht die Folge nicht immer sauber mit, weil Spannung eher behauptet als aufgebaut wird und manche Dynamiken zwischen den Figuren etwas zu ordentlich zusammengesetzt wirken. Sehenswert ist das Ganze trotzdem, nur eben mehr wegen Atmosphäre als wegen zwingender Ermittlungsarbeit.

Perfekt für …

Für Dich, wenn Du bei Krimis lieber dichte Stimmung, dunkle Motive und unheimliche Bilder suchst als einen raffiniert verzahnten Fall mit echter Sogwirkung.

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