
Tatort - Berlin - Gefahrengebiet
2026 · Deutschland
Kurz vor der Pension jagt Bonard einen rätselhaften Todesfall
Worum geht's
Im Berliner Grunewald wird ein obdachloser Mann tot aufgefunden, und für Susanne Bonard ist der Fall mehr als nur Routine: Sie steht kurz vor der Pensionierung, während sie mit Robert Karow die Spuren eines rätselhaften Todes sortiert. Die Ermittlungen führen sie aus der Stadt hinaus in ein Umfeld, in dem Waldwissen, Survivaltraining und die Angst vor Wölfen plötzlich genauso wichtig werden wie klassische Polizeiarbeit. Zwischen Funkwagen, Forstwegen und improvisierten Lagern kippt der Fall immer wieder in neue Richtungen.
Je tiefer Bonard und Karow in dieses Milieu eintauchen, desto stärker geht es nicht nur um ein Verbrechen, sondern auch um die Frage, warum Menschen sich von der Gesellschaft abwenden und in Rückzug, Selbstschutz oder Naturromantik flüchten. Für Bonard bekommt das eine persönliche Ebene: Ihr bevorstehender Abschied aus dem Dienst macht den Wald zum Spiegel einer eigenen Unsicherheit, irgendwo zwischen Identitätskrise und Neuanfang. So wird aus der Ermittlung ein stiller, unruhiger Grenzgang zwischen Großstadtkrimi und existenzieller Sinnsuche.
Kritiken
Kein emotionaler Abschied für die Kommissarin
Atmosphärische Naturbilder und intensive Figurenmomente faszinieren, doch der Fall wirkt oft konfus und langatmig. Die Krimispannung verliert sich, und die Auflösung bleibt grob integriert.
Corinna Harfouchs letzter Einsatz im Berlin-„Tatort“
Atmosphärisch und thematisch aktuell, mit interessanter Figurenentwicklung. Der starke Fokus auf private und introspektive Momente schwächt jedoch die Krimispannung, einige Szenen wirken deutlich langatmig.
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