
Half Man
2026 · 1 Staffel · Großbritannien · Drama
Zwei Brüder geraten in Glasgow in Liebe, Rivalität und Gewalt
Worum geht's
Im Glasgow der späten Achtziger begleitest du Niall und Ruben, zwei nicht leibliche Brüder, die seit ihrer Jugend eng miteinander verbunden sind. Was nach Familie klingt, kippt bei ihnen früh in etwas viel Komplizierteres: Liebe, Rivalität und emotionale Abhängigkeit greifen ineinander, bis aus Nähe eine zerstörerische Dynamik wird. Die Serie setzt genau dort an, wo Zuneigung und Kampf nicht mehr sauber zu trennen sind und jede Begegnung alte Wunden mit auf den Tisch bringt.
Im Zentrum steht weniger ein einzelnes Ereignis als das Kräfteverhältnis zwischen zwei Männern, die einander festhalten und gleichzeitig verletzen. Half Man kreist um Männlichkeit, Gewalt, Begehren und den Versuch, sich aus eingeübten Rollen zu lösen. Dabei geht es um die Frage, wie sehr Herkunft, Erwartungen und verletzter Stolz ein Leben prägen können — und ob Emanzipation überhaupt möglich ist, wenn die wichtigste Bindung zugleich die ist, an der du kaputtgehst.
Kritiken
Halb Opfer, halb Täter
Roh, intensiv und vielschichtig inszeniert, mit starken Darstellern und kluger Ambivalenz. Die drastische Gewaltdarstellung fordert heraus, macht die psychologische Wucht aber umso eindringlicher.
Mit dem Kopf durch alle Wände
Intensiv und vielschichtig in der Darstellung männlicher Gewalt- und Rollenbilder, aber so schockorientiert und gnadenlos inszeniert, dass der therapeutische Anspruch fraglich bleibt.
Kaum zu ertragen
Beklemmende, fesselnde Charakterstudie mit grandiosen Darstellern und präzisem Gespür für Figuren. Wegen drastischer Gewalt und teils überzeichneter Momente schwer verdaulich, insgesamt aber stark.
Auch erschienen in: Lübecker Nachrichten, Ostsee-Zeitung
Zwei Männer zwischen Liebe, Hass und Neid
Intensiv, grandios und grell inszeniert: Die Serie überzeugt mit starkem Cast, hohem Tempo und schonungsloser Wucht, auch wenn ihre Psychologie bewusst jede Subtilität aufgibt.
Die zwei Hälften des Mannes oder Kopf und Körper
Intensiv, atmosphärisch und stark gespielt, aber in ihrer brutalen Wirkung teils redundant und grenzwertig. Trotz deutlicher Makel bleibt die Auseinandersetzung mit Männlichkeit sehenswert.
Wo streamen
- HBO Max(Abo)
Besetzung
Jamie Bellals Niall
Richard Gaddals Ruben
Mitchell Robertsonals Young Niall
Stuart Campbellals Young Ruben
Crew
- Creator
- Richard Gadd
- Executive Producer
- Richard Gadd, Tally Garner, Morven Reid, Gaynor Holmes, Gavin Smith, Sophie Gardiner, Anna O'Malley, Lindsay Salt






